Gemeinde Wardenburg
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HÖVENER GESCHICHTE(N)
Ein Streifzug durch die Vergangenheit des Dorfes Höven - Ein Projekt des Bürgervereins Höven
2 Grabanlage von Dorgeloh
Die adelige Familie von Dorgeloh war seit 1678 Besitzer des Gutes Höven. Der Oldenburgische Hofmarschall und Erbe des adeligen Gutes, Adam Levin von Dorgeloh, ließ sich einen Grabkeller, unter einem runden, drei Meter hoch aufgeschütteten Hügel gegenüber dem Gut Höven errichten, da er das Gut auch nach seinem Tod nicht verlassen wollte. Im Jahr 1805 erhielt er vom Oldenburger Consistorium dafür die Genehmigung. Adam Levin von Dorgeloh stand nach seiner Offizierslaufbahn im dänischen Heer fast 30 Jahre als Hofmarschall im Dienst des oldenburgischen Herzoges Peter Friedrich Ludwig. Während der oldenburgischen Franzosenzeit 1811-1813 stand er in regem Briefverkehr mit dem sich in St. Petersburg im Exil befindenden Herzog von Oldenburg und berichtete ihm über Land und Leute. Den Grabkeller soll von Dorgeloh an heißen Sommertagen dazu genutzt haben, mit den Hövener Bauern so manches Glas Rotwein an diesem schattigen Platz zu lehren. Als er im damals fast schon biblischen Alter von 92 Jahren verstarb, wurde sein Sarg im Grabkeller auf 2 Stühlen niedergelassen und der Eingang mit Sand bedeckt. Zum Ende des 2. Weltkrieges, Anfang 1945, suchten die Besucher des Gutes Höven im, Grabkeller Schutz vor den Bombenangriffen der Alliierten. Die sterblichen Überreste des Hofmarschalls wurden entnommen. Die Pflege der Anlage, eingestuft als Niedersächsisches Kulturdenkmal, verrichtet der Bürgerverein Höven.
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